Fiktive Beispiele


Folgende Problemfälle könnten auch Thema einer Familienaufstellung sein.

 

Ich wollte, dass meine Eltern stolz auf mich waren. Aber egal, was ich getan habe, es hat nie gereicht…

Bis heute gebe ich alles - es reicht nie und niemandem...

Ich glaube, dass meine Mutter mich gar nicht wollte, ich glaube sie ist einfach schwanger geworden und das war für sie ganz schrecklich…

Ich bin einsam und habe das Gefühl, dass mich keiner will...

Ich bin als Kind schon mit dem Bewusstsein aufgewachsen, ich darf meine Eltern nicht überlasten. Zuwendung ist immer mit Bedingungen verbunden…

Ich kann nichts annehmen, ich bin immer wieder misstrauisch...

Ich kann mich sehr früh daran erinnern, dass ich das Gefühl hatte, nichts richtig und vieles falsch zu machen. Also hab ich eher den Mund gehalten und musste mir anhören: „Du sagst erst etwas, wenn du gefragt wirst“.

Ich habe kein Selbstvertrauen. Ich kann für mich nicht einstehen. Ich gehe Konflikten aus dem Weg...

Ich hatte immer das Gefühl, du (meine Schwester) bist dem Papa viel näher gewesen – und ich habe dich darum beneidet – ich wäre gerne an deiner Stelle gewesen…

Ich bin immer nur zweite Wahl – ich fühle mich minderwertig...

Dass ich nicht genüge, dass ich es nicht schaffe, dass ich nicht gut genug bin… das macht mich mürbe…

Ich habe Burnout...

Essen ist mein größtes Problem. Ich wollte als Kind nie essen. Ich musste jedoch alles aufessen und das brachte man mir bei mit Zwang und Schlägen. Die mildeste Form war der Satz: „Du bleibst so lange am Tisch sitzen, bis der Teller leer ist“. Mir wurden Schläge angedroht, wenn ich nicht gegessen habe.

Ich habe Ess-Störungen...

Meine Mutter war sehr hart gegen uns Kinder und auch gegen sich selbst und sie war gefühlskalt… also in den Arm nehmen kannte ich eher nicht. Es gibt viele kurze Bilder, die ich dazu teilweise habe. Ganz banal... ich soll ein Brot kaufen. Ich komme zurück mit dem Graubrot und es war ihr nicht kantig genug. Sie hat es mir aus der Hand gerissen und hat gesagt: "Du hast schon wieder das falsche Brot eingekauft". Und das hat mich fassungslos gemacht. Ich kannte das schon, denn jedes Mal wenn ich mit dem Brot nach Hause kam, war es nicht kantig genug – es war immer das falsche Brot… Es ist nicht nur mäkeln gewesen, sondern die harte Ansage: "Kannst du denn nicht einmal das richtige Brot kaufen".

Ich fühle mich so wertlos. Manchmal wünschte ich, ich wäre tot...

Ich weiß, dass sie völlig überfordert war, und sie hat meinen Bruder und mich – mehr oder weniger – ignoriert. Wir sind nicht gut versorgt worden – nicht nur essensmäßig, keine Körperpflege, keine Zuwendung… nix…

Ich habe keinen Spaß am Leben, ich vegetiere so dahin...

Ich habe Probleme mit Beziehungen zu Männern. Es klappt irgendwie nie. Es gibt immer einen Grund, warum es schief geht… Ich kämpfe so lange, bis die Männer gehen. Ich will immer die Stärkere sein… Ich will das nicht wirklich, aber es passiert immer so… ich kann da nichts machen…

Ich bin beziehungsunfähig...

Mein Problem ist, dass ich es gar nicht kenne, zu mir selbst zu stehen. Einfach nur zu sein… Wenn ich nur daran denke, zittert alles bei mir...

Es fehlt mir die Sicherheit…

Meine Mutter ging ganz oft mit Migräne ins Bett. Mein Vater hat immer sehr lange gearbeitet. Da war eine Eiseskälte zwischen den beiden – und ich dazwischen. Ich war klein und hilflos, und das war schrecklich. Nachts habe ich mich angekuschelt an den Rücken meines Vaters, ich durfte dann oft in der Mitte schlafen aber ich war wie ein Prellbock für sie – ich musste ja mit beiden klar kommen – ich wollte ja auch mit beiden gut klar kommen.

Ich fühle mich heute noch klein und hilflos…