
Leute, was soll ich sagen – die Wetterlage hat heute wirklich nicht zur guten Laune beigetragen.
Der Wind hatte offenbar beschlossen, besonders wichtig zu sein. Er ist hier herumgefegt, als hätte er eine Verabredung mit dem Regen. Und die beiden haben sich ein richtig spannendes Duell geliefert.
Mal kam der Wind von links, mal der Regen von rechts. Ich sag’s euch – so hin- und hergerissen fühlte ich mich dann auch.
Konzentrieren auf meinen Job? Fehlanzeige.
Dabei dachte ich kurz, ich wäre heute besonders gefragt. Ich meine – es gab Anfragen! Nachrichten! Aufmerksamkeit!
Und ich so innerlich: „Na siehst du, Sissi, du bist eben doch eine gefragte Persönlichkeit.“
Tja… kleine Korrektur der Realität:
Eigentlich wollte jemand schnellstens ein Foto vom Bärlauchbrot sehen. 😁
Also streng genommen war nicht ich gemeint. Sondern… das Brot.
Aber wisst ihr was? Ich hatte das fast vorausgesehen. Ich bin nämlich ziemlich clever. Das behauptet zumindest Gabriele. Und da sie wirklich ein gutes Gespür hat, glaube ich ihr das natürlich sehr gerne.
Ich muss ja zugeben: Als jemand plötzlich nach „mehr Bärlauchbrot-Content“ gefragt hat, ist mein kleines Herz kurz ein bisschen gehüpft.
Nicht nur wegen des Brotes.
Sondern weil es sich für einen Moment so angefühlt hat, als würde mich jemand wirklich mögen. Und solche Momente sammle ich wie kleine Schätze, weil sie soooo wertvoll sind.
Natürlich weiß ich, dass ich meinen größten Fan direkt neben mir habe.
Gabriele ist wirklich begeistert von mir. Wenn sie mich so liebevoll anschaut und sagt, wie dankbar sie mir ist, dann macht mein Herz kleine Freudensprünge – einmal im Kreis und zurück.
Und ich sag euch: In solchen Momenten nehme ich meinen Job als persönliche Assistentin besonders ernst. Ich gebe wirklich alles, um sie nicht zu enttäuschen.
Und genau deshalb kann ich euch voller Überzeugung sagen:
Dieses Bärlauchbrot war gestern ein absoluter Volltreffer.
Gabriele hatte ihre Scheibe mit Ziegen-Frischkäse bestrichen. Schon beim ersten Bissen hat sie Geräusche gemacht… Leute… ich war kurz irritiert.
So ein „Mmmmhhh… ooooh… aaaaah…“
Ich dachte erst, sie hätte sich vielleicht verschluckt.
Aber dann habe ich ihr Gesicht gesehen.
Ein breites, zufriedenes Grinsen.
Da wusste ich: Das hatte richtig gefunzt. Und zwar volle Kanne.
Später hatten wir dann beide den Schalk im Nacken.
Ihr kennt doch diese berühmte Szene aus dem Film Susi und Strolch, wo sich die beiden beim Spaghetti-Essen näher kommen?
Genau das wollten wir nachspielen. Nur statt Spaghetti hatten wir eine Scheibe Bärlauchbrot.
Ja. Ich weiß. Schon die Ausgangslage war ein bisschen… speziell. Aber ich glaube das waren die weiteren Zutaten im Bärlauchbrot auch. 😆
Wir haben also beide an der gleichen Scheibe geknabbert und versucht, ernst zu bleiben.
Hat exakt drei Sekunden funktioniert.
Dann bekamen wir einen Lachflash.
Aber so richtig.
Mit Tränen in den Augen.
Und Bauchweh vom Lachen.
Es war ein ziemlich gelungener Abend.
Jetzt allerdings roch die ganze Bude nach frisch gebackenem Brot.
Oder soll ich ehrlicherweise sagen: nach Bäääärlauch.
Überall.
Mir war ganz blümerant zumute.
Und als wäre das nicht genug, hat Gabriele mich auch noch sitzen gelassen.
Sie ist nämlich zu einem Comedy-Abend gegangen.
Und wisst ihr, was sie beim Rausgehen gesagt hat?
„Freche Ziegen haben dort keinen Eintritt.“
Tse. Tse. Tse.
Also bitte.
Ich? Frech?
Das ist doch wohl eine maßlose Unterstellung.
Ich nenne das charmant lebendige Persönlichkeit und vielleicht sollte ich zur Aufklärung noch sagen, dass sie mir zugezwinkert hat.
Eure Sissi 🐐✨
private Assistentin von Gabriele
Erzählerin und Expertin für gute Laune
offizielle Bärlauchbrot-Testerin

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