Zwischen blinkender Kaffeemaschine und echten Begegnungen


Leute, ihr glaubt nicht, was das Leben mir wieder vor die Füße geschmissen hat… 😁

manchmal stolpert man über Geschichten, die man sich nicht mal ausdenken könnte...

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Leute, ich sag’s euch – heute hatte das Leben mal wieder ganz eigene Pläne mit uns...

 

Während unseres morgendlichen Team-Meetings an der Kaffeemaschine schaute ich aus dem Fenster.

 

„Gabriele, guck mal! Der Himmel sieht heute aus, als hätte ihn jemand frisch gestrichen. Ganz glatt und blau, mit einem ordentlichen gelben Klecks.“

 

Gabriele musste lachen – und ich gleich mit.

 

Es ist verrückt, wie so ein kleines Gespräch über das Wetter uns verbindet.

 

Apropos Kaffeemaschine: Ich schaute sie an, dann Gabriele, dann wieder die Maschine. Heute blinkte sie wie ein kleiner Leuchtturm. „Blink, blink…“, machte sie, als wollte sie uns ein SOS-Signal senden.

 

Gabriele grinste mich an, so breit wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland.

 

„Sissi“, sagte sie, „ich stehe vor einer schweren Entscheidung.“

 

Ich merkte, wie sich meine rechte Augenbraue fragend aufbäumte.

„Welche denn?“, fragte ich.

 

Sie zeigte nach draußen. „Der gelbe Klecks am Himmel ruft mich. Mein Fahrrad ruft mich. Und das Gemüse auf dem Hofmarkt ruft mich auch.“

 

Jetzt musste ich grinsen und zeigte gleichzeitig auf die Kaffeemaschine.

„Und die hier? Die hat das Rufen aufgegeben. Die schreit stumm und blinkend vor sich hin – und das seit Tagen.“

 

Gabriele nickte. „Ja, ich weiß. Dann darfst du jetzt entscheiden: Hofmarkt oder Kaffeemaschine.“

 

Das war ganz schön trickreich von ihr – ohne mich!

 

Wenn ich „Hofmarkt“ sage, blinkt die Maschine weiter.

Wenn ich „Kaffeemaschine“ sage, gibt’s kein frisches Gemüse.

 

Ich schaute Gabriele direkt in die Augen und sagte: „Ich entscheide nicht für andere – aber ich hätte eine Idee: Ich erledige den Bürokram, du fährst zum Hofmarkt. Und heute Abend, bevor du Bärlauchpasta kochst, nimmst du dir Zeit für die Kaffeemaschine. So haben wir alle etwas davon.“

 

Gabriele nickte zufrieden – und ein bisschen erleichtert – und holte ihr Rad aus der Garage.

 

Als Gabriele zurückkam, Leute… ich wurde mit Grünzeug überschüttet. Ich dachte kurz, ich wäre im Schlaraffenland gelandet. Überall Blätter, Kräuter, Farben. Ich fühlte mich wie eine Ziegenprinzessin in einem Gemüseschloss. 

 

Nachdem ich wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen war, kam Gabriele mit einer ziemlich obskuren Geschichte um die Ecke.

 

Sie erzählte mir, dass sie auf dem Rückweg einfach mal einen neuen Weg ausprobiert hat. Das macht sie manchmal – einfach so. Sie sagt, sie möchte offen für Neues sein und alte Trampelpfade verlassen.

 

Und was soll ich sagen: Sie hat tatsächlich etwas Neues erlebt.

 

Plötzlich stand da ein älterer Mann mitten auf dem Weg. Mit ausgebreiteten Armen, als würde er jemanden erwarten. Meine Alarmglocken hätten ohne Ende gebimmelt.

 

Aber die von Gabriele nicht. Sie fuhr langsamer und fragte: „Brauchen Sie Hilfe?“

Der Mann schüttelte mit dem Kopf und lächelte sie an.

 

Und Gabriele? Fragt ernsthaft: „Brauchen Sie eine Umarmung?“

 

Ich meine – wer MACHT sowas?!

 

Der Mann nickte freudestrahlend.

 

„Wirklich?“, fragte sie.

„Wirklich“, antwortete er.

 

Ich wäre ja innerlich etwas panisch geworden und hätte vermutlich schon einen Fluchtplan entwickelt.

 

Aber was macht Gabriele? Sie steigt vom Fahrrad ab, stellt es zur Seite und umarmt den Mann – einfach so. Ganz ruhig. Ganz freundlich. Ganz bei sich.

 

Als sie nach einer Weile sagte, dass er sie wieder loslassen solle, tat er es sofort.

 

Sie plauderten noch ein wenig, und Gabriele versuchte herauszufinden, ob es ihm gut geht, ob er vielleicht irgendwo abgehauen ist, verwirrt oder dement – und ob er noch etwas braucht. Es schien alles in Ordnung zu sein. Schließlich stellte sich auch noch heraus, dass er Waldemar heißt.

 

Waldemar wollte zum Abschied noch eine Umarmung von Gabriele – die er prompt bekam. Dabei kraulte er ihr ganz leicht den Rücken.

 

"Bis zum nächsten Mal", so verabschiedeten sich beide.

 

Ich sag euch: Mit Gabriele erlebt man Sachen, die man sich nicht ausdenken kann.

Vielleicht sollte ich ihr mal den Hinweis geben, dass es Fahrradkörbe gibt, die man vorne am Lenker befestigt. .

Ich habe gehört, da passen kleine Begleiter ganz wunderbar rein. 😁

 

Auch wenn wir den Großteil des Tages getrennt unterwegs waren, haben wir später spontan eine kleine Pause gemacht - auf dem Balkon. Gemeinsam sind dem Ruf der Sonne gefolgt, die immer noch großzügig vom Himmel schien.

 

Dabei haben wir dann einen halb erfrorenen Zitronenbaum entdeckt und das kleine Mandarinen-Bäumchen war auch nicht besser dran. Beide haben ganz schön gelitten in der Winterzeit. Dabei hatte Gabriele ihnen vorsorglich ein warmes Wintermäntelchen übergezogen, aber der vergangene Winter war den beiden wohl nicht so gut gesonnen.

 

Gabriele hat Ihnen einen schönen „Kurz-Ast-Schnitt“ verpasst und gesagt: "Nun habt ihr wieder die Möglichkeit, euch frei zu entfalten.

 

Und ich dachte mir: Genau das ist es doch. Manchmal sieht es aus wie Verlust … dabei ist es nur ein Neuanfang im Tarnanzug.

 

Und die Kaffeemaschine?

 

Tja …

Die blinkt immer noch.

 

Gabriele meinte, das Abendessen hätte „viel länger gedauert als gedacht“.

Ich sag’s mal so: Vielleicht ist morgen der richtige Tag fürs Entkalken.

 

Eure Sissi  🐐✨
private Assistentin von Gabriele
Erzählerin und Expertin für gute Laune


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